zu aktuellen Lage in den KiEZen

Wir haben wieder geöffnet, aber wesentlich weniger Gäste als in den Jahren zuvor und die Einnahmen sind mit wesentlich höherem Aufwand verbunden.

Auch wenn immer wieder der Irrglaube auftritt, Gemeinnützigkeit ist gleichbedeutend mit einer Finanzierung der öffentlichen Hand, erhalten wir für den Betrieb, die Personalkosten und die Investitionen keine Förderung. Im Normalfall tragen wir uns selbst und arbeiten wie ein Wirtschaftsunternehmen, zahlen beispielsweise die Mehrwertsteuer im steuerpflichtigen Bereich, können jedoch die Vorsteuer, die auch wir auf alle Waren zahlen müssen, anders wie ein Wirtschaftsunternehmen nur im Maße des steuerpflichtigen Betriebes von der Umsatzsteuer abziehen.

Für die Kosten im Winter bilden wir in den Sommermonaten Rücklagen. Diese sind im April mit den laufenden Kosten, notwendigen Reparaturen und Investitionen aufgebraucht.

So konnten wir die Zeit der völligen Schließung nur dank der Unterstützung unseres Kreises, des Landes und der Kurzarbeiterregelungen, Stornoeinnahmen und vieler Spenden überstehen und eine Insolvenz abwenden. Derzeit sind die kommenden 3 bis 4 Monate gesichert. Dafür können wir nur allen Unterstützern danken.

Aber wir brauchen auch weitere Hilfen! Die Einnahmen reichen in dieser kurzen Saison nicht aus, um Rücklagen für das kommende Winterhalbjahr zu sichern. Zu dieser Frage sind wir, wie auch alle anderen Tourismusunternehmen, mit Bund und Land im Gespräch um weiterhin unsere Existenz zu sichern. Noch immer brauchen wir deshalb die Hilfe und Unterstützung von der Politik und unserer Freunde und Partner.

Es gibt erste Ansätze weiterer Hilfen, für die aber eine Wirtschaftsprüfung und Attestierung durch den Steuerberater erfolgt. Zum Glück können wir dabei davon ausgehen, dass wir alles richtiggemacht und keine Einnahmen verschenkt haben. So sehen wir uns auf einem guten Wege, auch diese Prüfungen zu meistern. Durch uns erfolgte Stornierungen können wir durchweg begründen und Stornokosten wurden gesetzeskonform erhoben, soweit Kündigungen durch die Gäste erfolgten. Senat und Land hatten hier Regelungen getroffen, die eine Refinanzierung dieser Kosten durch das Land sicherstellen, beispielsweise für Schulfahrten.

Wir sind nun dabei, neben der normalen Saisonarbeit, den Hygieneauflagen und den aufwendigen Umstellungen durch die Mehrwertsteuersenkung nun auch die Hilfen für die kommenden Monate zu beantragen. Hierbei geht es neben den laufenden monatlichen Kosten auch um die Sicherstellung notwendiger Mittel, die im März / April den Wiederanlauf ermöglichen. Hier hoffen wir auf alle, die uns dankenswerterweise bisher in diesen schweren Zeiten unterstützt haben.

Wir werden auch weiterhin viel Solidarität benötigen, denn unsere Corona Krise ist noch lange nicht beendet.

Hoffen wir auf einen erfolgreichen Wiederanlauf und eine gute Saison 2021.

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