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Ein dreitägiges Ausbildungswochenende ...

Verfasst am 15. Mai 2017 16:26

für die Ortsteiljugendfeuerwehren Fahlhorst, Philippsthal, Nudow und Bergholz-Rehbrücke aus Nuthetal

Erstmals fuhren die Ortsteile Fahlhorst, Philippsthal, Nudow und Bergholz-Rehbrücke aus Nuthetal mit der Jugendfeuerwehr zu einer Dreitagesausbildung. Das Ausbildungswochenende fand vom 29.04. bis 01.05.2017 im KiEZ Frauensee statt. Die Ausbildung sowie auch die Freizeitgestaltung war im Vorfeld in Zusammenarbeit mit dem Brandschutzerzieherteam sowie den Mitarbeitern des KiEZ Frauensee geplant und organisiert. Wir, die Jugendfeuerwehren aus den Ortsteilen Fahlhorst, Philippsthal, Nudow und Bergholz-Rehbrücke trafen uns am Samstagmorgen (29.04.), um gemeinsam zum KiEZ Frauensee zu fahren. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr aufgeregt, weil sie nicht wussten was sie erwartet. Nachdem wir angekommen waren und jeder sein Zimmer bezogen hatte, wurden die Kinder und Jugendlichen in vier Gruppen eingeteilt und schon ging es los.
Am ersten Tag absolvierten die Kinder und Jugendlichen je nach Alter und Ausbildungsstand ihre Kinder- und Jugendflammen. Diese „Prüfungen“ verlangten nicht nur theoretisches sondern auch praktisches Feuerwehrwissen ab. Jede Flamme, egal ob die Kinderflamme 1 oder die Kinderflamme 2 sowie die Jugendflamme 1 oder Jugendflamme 2 wurde mit den Kindern bzw. Jugendlichen durchgeführt und ausgewertet. Die positiven Ergebnisse spiegeln des Wissen und Können unserer jüngsten Feuerwehrkameraden wieder. Die Ausbildung die ebenfalls am ersten Tag begann, fand in Stationsarbeit statt. Unsere vier Gruppen verteilten sich auf vier Stationen, die im rollenden System am ersten und zweiten Tag durchgeführt wurden. Am dritten Tag wurden aus unseren vier Gruppen zwei große Gruppen und es gab zwei Stationen. Alle Kinder und Jugendlichen durchliefen am 1. und 2. Tag die Stationen:
- Steinzeithaus
- Labor
- Haus der Gefahren und Feuerlöschübung
- Wasserentnahme offene Gewässer
und am dritten Tag:
- Erste Hilfe
- Ausbildung mit den Einsatzmitteln vom Tragkraftspritzenfahrzeug.
Um einen kleinen Einblick über diese Stationen zu bekommen, möchte ich einen kurzen Überblick geben. Im Steinzeithaus wurde den Kindern und Jugendlichen das Entstehen von Feuer und sein positiver Nutzen, aber auch die Gefahr näher gebracht. Das entfachen von Feuer mit steinzeitlichen Methoden wurde vorgeführt und es durften alle ausprobieren. Das Labor, wie schon der Name verrät, hat viel mit Experimenten zu tun. Die Kinder und Jugendlichen wurden in die Experimente einbezogen und konnten sich ausprobieren, z. B. beim löschen von Fettbränden, beim löschen mit der Löschdecke und das Highlight, das löschen einer Person mittels Löschdecke. Der Brandschutzerzieher hatte Spezialschutzkleidung wie ein Stuntman an und der linke Arm brannte. Er wurde von den Kameraden der Jugendfeuerwehr gelöscht / gerettet. Im Haus der Gefahren ging es ganz speziell um das Thema Feuer im Wohnhaus / in der Wohnung und um das richtige Verhalten im Ernstfall. Dieses konnten die Kinder und Jugendlichen auch in Rollenspielen unter Anleitung ausprobieren. Anschließend ging es in die Praxis und es wurde richtiges Feuer gelöscht. Zu diesem Zweck gingen die Kinder und Jugendlichen in die Feuerwache, dort gab es eine Sirenenalarmierung, das Feuerwehrauto musste bestückt werden bevor es dann zum Einsatz ging. Organisation und Planung mussten die Kinder und Jugendlichen selbst durchführen. Am Einsatzort angekommen wurde das Feuer mittels mehrerer Wasserlöscher gelöscht.
Die Station Wasserentnahme offene Gewässer fand am Frauensee statt. Diese Station wurde von uns, der Freiwilligen Feuerwehr Nuthetal, durch zwei Kameraden aus Nudow mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug und dem Tragkraftspritzenanhänger durchgeführt. Alle Kinder und Jugendlichen hatten an diesem Wochenende die Chance einmal die Wasserentnahme offene Gewässer mit ihrer Gruppe aufzubauen und auch als Angriffstrupp das Strahlrohr zu führen. Das bereitete nicht nur viel Spaß, sondern erweiterte auch das Wissen unserer jüngsten Kameraden. Desweiteren gab es auch einen Wissenszuwachs bzw. wurde das Wissen gefestigt bei der Station Ausbildung mit Einsatzmitteln vom Tragkraftspritzenfahrzeug, ob aus einem Leiterteil eine Trage bauen oder eine Bockleiter, Knoten richtig befestigen und improvisieren, wenn nicht alle Ausrüstung zur Verfügung stehen. Es wurde den Kindern und Jugendlichen gezeigt, wie vielfältig unsere Ausrüstungen eingesetzt werden können. „Erste Hilfe“ ist für die Kameraden der Jugendfeuerwehr immer ein interessantes Thema. Die Brandschutzerzieher führten die erste Hilfe sehr praktisch durch. Die Kinder und Jugendlichen konnten zeigen was sie schon können, z. B. Versorgung einer verletzten Person oder Person kippt um und ist nicht mehr ansprechbar. Was tun? Die Ausbildung war für alle sehr Interessant und jedes Jugendfeuerwehrmitglied konnte sein Wissen erweitern. Außer der feuerwehrtechnischen Ausbildung gab es selbstverständlich auch  Freizeitgestaltung mit Spiel und Spaß auf dem Gelände des KiEZ Frauensee. Zusätzlich nahmen wir an der Veranstaltung Dubrow bei Nacht teil. Neben Kinderschminken, Basteln, Essen vom Grill gab es noch eine organisierte und geführte Nachtwanderung mit Stationen. Dort wurde ebenfalls für unser leibliches Wohl gesorgt.
Ich möchte mich, in diesem Rahmen, im Namen aller Jugendwarte bei den Eltern, dem Feuerwehrverein Fahlhorst, dem Orts- und Feuerwehrverein Nudow, dem Feuerwehrverein „Freude der Feuerwehr Bergholz-Rehbrücke“, der Fahrschule Büchler, bei den beiden Kameraden aus Nudow (die uns aktiv vor Ort unterstützten), bei der Gemeindewehrführung für die Unterstützung, das Vertrauen sowie das zur Verfügung stellen der zusätzlichen finanziellen Mittel und der Einsatztechnik bedanken.

Bianka Koch
Freiwillige Feuerwehr Nuthetal
-Gemeindejugendwart-